Quiz · Großbritannien ↔ Deutschland

Kommunikation auf Englisch: Quiz

Wie direkt sind Deutsche, wie indirekt Briten – und was meint ein britischer Kollege wirklich, wenn er „That might be a little ambitious“ sagt? Testen Sie in 15 Fragen, wie gut Sie die Kommunikationsstile kennen. Nach jeder Antwort sehen Sie eine kurze Erklärung.

15 Fragen zum Kommunikationsstil

Wählen Sie jeweils die Antwort, die am besten passt. Natürlich sind das Tendenzen – jeder Mensch kommuniziert anders.

Punkte: 0 / 15

Teil A · Regionen in Deutschland

1. In big cities like Berlin or Hamburg, communication styles vary a lot because ______.

In Großstädten wie Berlin oder Hamburg ist der Kommunikationsstil sehr unterschiedlich, weil …

Großstädte sind eine Mischung aus Menschen von überallher – deshalb gibt es dort nicht „den“ einen Stil.

2. When someone says “Berliners are direct”, it's useful to remember that ______.

Wenn jemand sagt „Berliner sind direkt“, sollte man bedenken, dass …

Man sollte Einheimische von Zugezogenen unterscheiden – die typische „Berliner Schnauze“ gibt es, aber nicht bei allen.

3. In the Ruhr area, people often say it's easier to ______.

Im Ruhrgebiet sagen viele, es sei leichter, …

Das Ruhrgebiet gilt als offen und unkompliziert – man kommt schnell in Kontakt.

4. In smaller towns such as Münster or Coesfeld, a common first impression can be ______.

In kleineren Städten wie Münster oder Coesfeld kann der erste Eindruck oft sein: …

Im Münsterland braucht man oft etwas Zeit – aus der Zurückhaltung werden dann aber häufig stabile Kontakte.

5. Dogs can be a social “bridge” because they ______.

Hunde können eine soziale „Brücke“ sein, weil sie …

Ein Hund ist ein neutrales, freundliches Gesprächsthema – in Deutschland wie in Großbritannien.

Teil B · Im Beruf: Großbritannien und Deutschland

6. At work, British communication is often more indirect because ______.

Im Beruf ist die britische Kommunikation oft indirekter, weil …

Klare Aussagen sind nicht verboten – aber sie werden höflich verpackt, damit niemand das Gesicht verliert.

7. German feedback tends to be more direct because it usually aims at ______.

Deutsches Feedback ist oft direkter, weil es meist zielt auf …

Deutsche trennen oft Sache und Person: Kritik an der Sache ist kein Angriff auf den Menschen. Für britische Ohren kann das trotzdem hart klingen.

8. A British colleague wants to refuse extra work. What is he most likely to say?

Ein britischer Kollege möchte Zusatzarbeit ablehnen. Was sagt er am wahrscheinlichsten?

Ein direktes „No“ wird im britischen Englisch meist abgeschwächt. „I'm not sure …“ bedeutet hier fast immer: Nein.

9. In Germany, a clear “Nein” is often acceptable, but tone matters because ______.

In Deutschland ist ein klares „Nein“ oft in Ordnung, aber der Ton ist wichtig, weil …

„Nein“ an sich ist nicht unhöflich – aber Tonfall, Lautstärke und Begründung entscheiden, wie es ankommt.

10. In the UK, small talk before a meeting mainly helps to ______.

In Großbritannien hilft Small Talk vor einem Meeting vor allem, …

Small Talk ist eine Art „Schmiermittel“: Er baut Beziehung auf, bevor es um Inhalte geht.

11. Which opening sounds more typically German?

Welcher Einstieg klingt typischer deutsch?

In Deutschland ist Small Talk oft kürzer, und das Geschäftliche beginnt früher. Im britischen Meeting kommt eher die Frage nach dem Wochenende.

Teil C · Was Briten wirklich meinen

12. A British manager says: “That might be a little ambitious.” This usually means ______.

Eine britische Managerin sagt: „That might be a little ambitious.“ Das heißt meist: …

Typisches Understatement: „a little ambitious“ ist eine höfliche Art zu sagen, dass es so nicht klappt.

13. Your British colleague says your report is “quite good”. She probably means ______.

Ihre britische Kollegin nennt Ihren Bericht „quite good“. Sie meint wahrscheinlich: …

Im britischen Englisch schwächt „quite“ oft ab: „quite good“ = ganz gut. Im amerikanischen Englisch kann es dagegen „sehr“ bedeuten.

14. Someone begins: “With the greatest respect, …” What comes next?

Jemand beginnt mit „With the greatest respect, …“. Was kommt als Nächstes?

„With the greatest respect“ kündigt fast immer an: Ich sehe das ganz anders.

15. After your suggestion, a British client says: “I'll bear it in mind.” This often means ______.

Nach Ihrem Vorschlag sagt ein britischer Kunde: „I'll bear it in mind.“ Das heißt oft: …

Wörtlich „Ich behalte es im Hinterkopf“ – in der Praxis oft ein höfliches „eher nicht“.

Gut gemacht! Sie haben 0 von 15 Punkten. Weiter mit Quiz 2: Was Briten wirklich meinen.

Das Wichtigste in Kürze

Region und Herkunft zählenGroßstadt, Ruhrgebiet oder Münsterland – Herkunft und Umfeld prägen den Stil oft mehr als die Nationalität.
Deutsch: Sache zuerstDirekt, sachlich, lösungsorientiert. Für britische Ohren kann das schnell zu hart klingen.
Britisch: Beziehung zuerstHöflich, indirekt, mit Understatement. Wer zwischen den Zeilen liest, versteht mehr.

In beiden Sprachen gilt: Tonfall und Kontext sind oft genauso wichtig wie die Worte selbst.

Weiterlernen

Interkulturell sicher kommunizieren

Sie arbeiten mit britischen Kunden oder Kollegen? Im Einzeltraining mit Kenneth Gill, britischer Muttersprachler, üben wir, wie Sie höflich, klar und natürlich wirken – und was zwischen den Zeilen gemeint ist. 60 Minuten pro Stunde, in Münster oder online. Die erste Stunde ist eine normale, bezahlte Trainingsstunde, ohne Verpflichtung weiterzumachen.

Erste Trainingsstunde anfragenInterkulturelles Training

♦️ Sind Sie hochqualifiziert — aber Ihr Englisch blieb auf der Strecke?

 

Viele Berufstätige erreichen irgendwann einen Punkt in ihrer Karriere, an dem sie erkennen, wie viel Erfahrung sie gesammelt haben:

  • Jahre harter Arbeit
  • Erfolgreiche Projekte
  • Geführte Teams
  • Große Verantwortung
  • Tiefes Fachwissen

In Ihrer Muttersprache kommunizieren Sie klar und souverän:

  • Sie erklären komplexe Themen
  • Sie leiten Meetings
  • Sie treffen Entscheidungen
  • Sie überzeugen Kollegen und Kunden
  • Sie reagieren spontan und sicher

Doch sobald das Gespräch auf Englisch wechselt:

  • Worte kommen langsamer
  • Sätze wirken einfacher
  • Der Sprachfluss wird unsicherer
  • Sie formulieren vorsichtiger
  • Sie halten sich eher zurück

Viele erfahrene Fachkräfte kennen das:

  • Sie verstehen Englisch
  • Sie lesen Dokumente
  • Sie schreiben E-Mails
  • Aber sprechen fühlt sich schwieriger an

Dann passiert häufig Folgendes:

  • Sie warten, bis andere sprechen
  • Sie formulieren kürzer
  • Sie vereinfachen Ihre Gedanken
  • Sie beteiligen sich weniger aktiv

Dabei sind Ihre Ideen oft viel differenzierter.

Der Grund liegt häufig in der Entwicklung der Arbeitswelt:

  • Früher war Englisch nicht entscheidend
  • Heute ist Kommunikation international
  • Meetings sind auf Englisch
  • Teams arbeiten länderübergreifend
  • Englisch wird zum Arbeitsalltag

Viele Fachkräfte möchten deshalb:

  • flüssiger sprechen
  • spontaner reagieren
  • sicherer auftreten
  • aktiv teilnehmen
  • natürlich kommunizieren

Das Ziel ist nicht perfektes Englisch, sondern:

  • klar sprechen
  • Gedanken flüssig ausdrücken
  • sicher kommunizieren
  • selbstbewusst auftreten

Das entwickelt sich Schritt für Schritt:

  • durch regelmäßige Gespräche
  • durch gezielte Praxis
  • durch hilfreiches Feedback

Mit der Zeit wächst:

  • Ihre Sprachflüssigkeit
  • Ihre Sicherheit
  • Ihr Selbstvertrauen

Und Englisch zu sprechen fühlt sich wieder natürlich und souverän an.